Donnerstag, 17. Oktober 2019
Mutter muss duschen. Oder: Brauche ich wirklich ein soziales Umfeld?
Langsam aber sicher erschleicht sich bei uns im Hause ein Problem… Duschen.
So banal es doch klingt, und eigentlich muss ich selber über mich lachen...doch ab und an muss Mutti sich mit Wasser abduschen; Trockenshampoo muss ausgewaschen werden, Essensreste abgekratzt und bei Zeiten muss der Pelz auch Mal gemäht werden. Nur wann und vor allem wie?

Bisher habe ich meinen Sohn immer in seine Wippe geschnallt und ihn mit ins Bad gesetzt; ein paar Spielzeuge in die Hand und dann ruckzuck unter die Dusche. Doch so langsam genügt das dem Burschen nicht mehr. Die Wippe wird schnell langweilig und die starken Arme und Beine werden tatkräftig zum Ausbruch eingesetzt.

Nun habe ich zwei Möglichkeiten:
Ich dusche nur in Anwesenheit meines Mannes….also spät abends, wenn das Kind schläft und der Alltagshaushalt erledigt ist.
Die Wippe muss weg und das Kind muss anders bespaßt werden.

Natürlich versuchte ich erst Variante 1. So stopfe ich alle hungrigen anwesenden Mäuler, mache die Küche, fege die Hinterlassenschaften des Abendessens zusammen, hänge Wäsche auf, stopfe neue Wäsche in die Maschine, räume das Kinderzimmer auf für den nächsten Tag und bringe schließlich das Kind ins Bett inklusive lebensgefährlichem Zähneputzen und Einschlagbegleitung. Habe ich mich nun endlich aus dem Schlafzimmer schleichen können, schleiche ich mich unter die Dusche. Entspannung habe ich mir anders vorgestellt. Denn trotz Anwesenheit meines Mannes mache ich alle paar Sekunden das Wasser aus, da mir meine Ohren ein Streich spielen und ich das Kind schreien höre. Dennoch erscheint mir diese Möglichkeit als echte Alternative. Wenn….ja nun wenn denn das Duschen bis zum Abend warten kann…

So schaffe ich es doch tatsächlich morgens ab und an mit Kind joggen zu gehen. Warte ich jetzt bis zum Abend, um zu duschen und stinke mich, mein Kind und meine Umgebung voll?
Nun gut, also Variante 2 - schließlich möchte ich mein hart aufgebautes soziales Umfeld nicht in Gestank ertrinken lassen. Das Käpsele hat eine großartige Idee: Des Kindes Lieblingsspielzeug und Bad und husch husch unter die Dusche. 2 Sekunden lang lief alles gut, ich konnte in Windeseile meine Haare shampoonieren doch plötzlich, es musste ja so kommen, knallt eine Duschtür gegen meinen Rücken gefolgt von einem kleinen Händchen, das nach meinen Füßen greift. Jaja, bei Mama ist es einfach am schönsten. So stehe ich unter der Dusche und an meine Beine klammert sich mein Kind - triefend nass zu mir hoch blickend und mit einem riesigen Grinsen im Gesicht - schön, wenn wenigstens einer Spaß am Duschen hat.
Das Ende der Geschichte? Nunja, ich versprühe nicht mehr den Duft eines Iltis. Jedoch stehe ich mit Shampoo in den Haaren am Wickeltisch und ziehe ein frisch geduschtes Kleinkind um, während sich langsam eine riesige Pfütze unter mit bildet. Juhu, noch ein Bonus, der Boden wird anschließend frisch gewischt.

Nun stelle ich die Wichtigkeit meines sozialen Umfeldes ernsthaft in Frage...wahre Freunde nehmen einen auch stinkend, oder?

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Mit Kind duschen vielleicht?
Bad schön warm, Spielzeug mit rein, alles „lebensgefährliche“ außer Reichweite, Badezimmertür abschließen, Mutter und Kind nacked und dann „komme was wolle“?

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Ich werde es versuchen und berichten. Vielen Dank für den Tipp!

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Und, wie "stehen die Aktien im Staate Dänemark?"
In den letzten zwei Wochen mal wieder "einen Duschversuch unternommen"? 😄

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